Verlauf des Dienstes

Im Verlauf eines Freiwilligendienstes kommen sowohl auf die Personalsachbearbeitung als auch auf die mit der konkreten Anleitung betrauten Personen verschiedene Aufgaben zu. Wir bieten Ihnen dazu einen zusammenfassenden Überblick und stellen Informationen und Dokumente zur Arbeitserleichterung zur Verfügung.

Personal / Sachbearbeitung

Um Ihnen die Personalsachbearbeitung zum Start, im Verlauf und zum Ende eines Freiwilligendienstes zu erleichtern, haben wir für Sie einen Einsatzstellenleitfaden erarbeitet. Darin finden Sie alle wichtigen Informationen kompakt und übersichtlich zusammengefasst sowie ein A-Z, das mögliche Fragen beantwortet. Gerne können Sie sich das Dokument downloaden, so dass Sie es in Ihrer Dateiablage präsent haben. Auf Wunsch senden wir Ihnen selbstverständlich auch eine Printversion zu. Sprechen Sie uns an.

Anleitung im Freiwilligendienst

Die Einsatzstelle benennt für jede*n Freiwillige*n eine Anleitungsperson. Diese steht den Freiwilligen als Ansprechpartner*in in der täglichen Arbeit zur Seite und führt in regelmäßigen Abständen Anleitungsgespräche, um Lernerfahrungen zu reflektieren. Auf dem Anleiter*innenbogen wird der FSD der Name und die Kontaktdaten der Anleitungsperson für die Freiwilligen mitgeteilt. Bei mehreren Freiwilligen in einer Einsatzstelle sollen alle Anleiter*innen genannt werden. Die FSD benennt wiederum die*den für die Freiwilligen jeweils zuständige*n pädagogische*n Mitarbeiter*in namentlich , so dass jederzeit direkt Kontakt aufgenommen werden kann.

Informationen und Tipps für eine gelungene Anleitung

Alle Anleitungspersonen erhalten von uns mit Beginn des Dienstes postalisch eine Arbeitshilfe, die eine gute Orientierung durch den Freiwilligendienst als Bildungsjahr gibt und ein informatives A - Z bietet. Dazu ist darin auch direkt nutzbares Material für regelmäßige Anleitungsgespräche und besondere Gesprächsanlässe wie das Ende der Probezeit und die Halbzeit im Dienst zu finden. Im Downloadbereich finden Sie hier außerdem eine Vorlage für ein Zwischenzeugnis FSJ oder ein Zwischenzeugnis BFD.

Ergänzend können Sie das Handbuch für Freiwilligendienste auf unserer Seite downloaden. 

Im Verlauf des Dienstes wird die*der zuständige pädagogische*r Mitarbeiter*in für einen Einsatzstellenbesuch in Ihre Einrichtung kommen, um gemeinsam mit der*dem Freiwilligen und der Anleitung ein Gespräch zu führen. Es werden bisherige Lernerträge thematisiert, gegenseitig Rückmeldungen gegeben und weitere Ziele gemeinsam festgelegt. Wir unterstützen die  Anleitung und beraten Ihre*n Freiwillige*n vor Ort individuell bei Fragen oder Schwierigkeiten.

Regelmäßig bieten wir die Möglichkeit, sich im Rahmen von Praxistagen und Seminaren mit anderen Anleiter*innen auszutauschen und weiterzubilden. Bei Bedarf und entsprechender Teilnehmerzahl führen wir auch Inhouseschulungen in Ihrer Einsatzstelle durch, die Ihre speziellen Fragestellungen abbilden.

Als Ansprechpartnerinnen für Veranstaltungen und alle Fragen rund um das Thema Anleitung stehen Ihnen Jana Volk und Anne Klindt, Referentinnen für Einsatzstellen, sowie Ann-Christin Mattheis, Anne Lohmer und Benedict Pötters zur Verfügung.

Praxistage für Anleiter*innen im Freiwilligendienst

Prävention sexualisierte Gewalt

Themen der Präventionsarbeit, wie der Umgang mit Nähe und Distanz, die Reflexion der eigenen Grenzen und denen der anderen, Selbstschutz und Handlungsmöglichkeiten sind in unserer Seminararbeit verankert. Schulungen zur Prävention sexualisierter Gewalt liegen seit dem Kursjahr 2021/2022 in Ihrer Verantwortung als Einsatzstelle. Nachfolgend finden Sie Informationen zur Präventionsordnung und zu den Unterstützungsangeboten der FSD.

Freiwillige in kirchlichen Einrichtungen sind nach der Ordnung zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt an Minderjährigen und schutz- und hilfebedürftigen Erwachsenen für den NRW-Teil des Bistums Münster nach § 2 Abs. (7) Mitarbeitende im Sinne dieser Ordnung (kirchliches Amtsblatt Münster 2014 Nr. 9).

  • Die PräVO im Bistum Münster schreibt für Freiwilligendienstleistende eine Präventionsschulung von insgesamt sechs Stunden vor. Die Verantwortung für die Durchführung dieser Schulung liegt bei Ihnen als Einsatzstelle. Sollte es Ihnen in der Einsatzstelle jedoch nicht möglich sein, eine geeignete Präventionsschulung anzubieten, können wir Sie hier unterstützen. Ab dem Kursjahr 2021/2022 bietet die FSD speziell für Freiwilligendienstleistende 6-stündige Präventionsschulungen an. Aufgrund der Richtlinien zur Förderung von Präventionsschulungen des Bistums Münster können wir dieses Angebot für Freiwillige, die ihren Dienst in Einrichtungen des Bistums Münster absolvieren, kostenfrei anbieten. Von Einrichtungen, die dem Caritasverband zugehörig sind, werden wir zur Deckung der Kosten einen Beitrag erheben.
  • Freiwillige sind in das Schutzkonzept der Einsatzstellemiteinzubeziehen und zu belehren. Nennen Sie ihnen eine Person, die im Konfliktfall Ansprechpartner*in ist. Darüber hinaus erhalten Freiwillige von Ihnen als Einsatzstelle Informationen zum Umgang mit Minderjährigen bzw. Schutzbefohlenen. Bitte beachten Sie, dass minderjährige Freiwillige ebenfalls zu Ihren Schutzbefohlenen gehören (Doppelrolle).

Die Schulungs-Bescheinigung ist in der Personalakte des*der Freiwilligen aufzubewahren. Das erweiterte Führungszeugnis nach § 30a BZRG, ist zu Beginn des Dienstes gesichtet worden. Als Einsatzstelle erteilen Sie hierzu Ihrer*Ihrem Freiwilligen einen schriftlichen Auftrag, der zur Erstellung eines Führungszeugnisses bei der Behörde notwendig ist. Unter Beachtung des Datenschutzes ist bei evtl. Eintragungen im Führungszeugnis die FSD zu informieren. Freiwillige sind von den Kosten für ein Führungszeugnis befreit.

In den letzten Jahren hat die FSD im Rahmen der Seminararbeit allen Freiwilligen eine Schulung zur Prävention sexualisierter Gewalt mit einem Zeitumfang von 3 Stunden zukommen lassen und diese auch bescheinigt. Damit alle Freiwilligen die notwendigen 6 Stunden Schulung erhalten, war es bisher Ihre Aufgabe als Einsatzstelle, mit den Freiwilligen weitere 3 Stunden zu diesem Thema zu arbeiten. Viele Einsatzstellen sind in der Entwicklung ihres Institutionellen Schutzkonzept (ISK) inzwischen so weit fortgeschritten, dass Mitarbeitende in den jeweiligen Einsatzstellen in der Prävention sexualisierter Gewalt geschult werden. Die Verantwortung für die 6-stündigen Präventionsschulungen von Freiwilligendienstleistenden liegt daher ab dem Kursjahr 2021/2022 bei Ihnen als Einsatzstelle. So sieht es auch die Präventionsordnung des Bistums Münster vor und so gilt es auch für Ihre weiteren Mitarbeitenden.

Für die Einrichtungen, die keine Möglichkeiten haben, die bei ihnen beschäftigen Freiwilligendienstleistenden an einer Präventionsschulung teilnehmen zu lassen, bieten wir 6-stündige Schulungstermine außerhalb der regulären Seminare an. Aufgrund der Richtlinien zur Förderung von Präventionsschulungen des Bistums Münster können wir dieses Angebot für Freiwillige, die ihren Dienst in Einrichtungen des Bistums Münster absolvieren, kostenfrei anbieten. Von Einrichtungen, die dem Caritasverband zugehörig sind, werden wir zur Deckung der Kosten einen Beitrag erheben.

Sie haben Fragen zum Thema Prävention oder möchten Ihre*n Freiwillge*n zu einer Schulung anmelden? Wenden Sie sich gerne an Simon Kampe, Tel.: 0251/384502- 46, Mail: simon.kampe@fsd-muenster.de.


Weitere Schulungsangebote finden Sie auf der Internetseite der Präventionsstabstelle des Bistums Münster oder über die Ansprechpersonen des Caritasverbandes für die Diözese Münster e. V..

Ansprechpartner*innen