Häufig gestellte Fragen

Und wenn etwas unbeantwortet bleibt, kommt gerne auf uns zu!

Wenn du die allgemeine Vollzeit-Schulpflicht erfüllt hast, also mindestens neun Jahre zur Schule gegangen bist, kannst du einen Freiwilligendienst absolvieren.

Im FSJ liegt die Altersgrenze bei 26 Jahren. Wenn du älter als 27 bist, ist ein BFD 27plus für dich die richtige Dienstform. 

Auch Bezieher*innen von Arbeitslosengeld II können ein FSJ oder einen BFD machen. Bei Bezug von Arbeitslosengeld II werden alle Einnahmen in Geld oder Geldeswert angerechnet. Von der Anrechnung ausgenommen ist in der Regel ein Taschengeldfreibetrag in Höhe von 200 Euro. Bezieher*innen von Arbeitslosengeld II sind in der Zeit des Freiwilligendienstes nicht verpflichtet, eine Arbeit aufzunehmen.

Deine Arbeitszeit richtet sich nach den Bestimmungen der jeweiligen Einsatzstelle. Grundsätzlich handelt es sich bei einem FSJ und BFD um einen ganztägigen Dienst in Vollzeit.
Für Menschen über 27 Jahren ist im BFD auch Teilzeit von mehr als 20 Stunden wöchentlich möglich. Freiwillige unter 27 Jahren können ein FSJ oder einen BFD in Teilzeit leisten, wenn ein „berechtigtes Interesse“ vorliegt. Das kann z. B. der Fall sein, wenn Freiwillige ein Kind oder einen Angehörigen betreuen, gesundheitlich beeinträchtigt sind oder aus vergleichbar schwerwiegenden Gründen nicht in Vollzeit arbeiten können.
Bei Freiwilligen unter 18 Jahren gelten die Vorschriften des Jugendarbeitsschutzgesetzes.

Freiwillige aus dem Ausland sind bei uns herzlich willkommen, wir freuen uns über alle internationalen Bewerbungen! Informationen dazu findest du hier.
Einen Freiwilligendienst im Ausland können wir dir nicht anbieten. Hier helfen unsere Kolleg*innen aus der Fachstelle Weltkirche im Bistum Münster gerne weiter (Tel 0251 495-399, www.ms-freiwillig.de).

Alle Freiwilligen im FSJ oder BFD bekommen einen Ausweis, mit dem man z. B. Vergünstigungen im Museum, Zoo oder Kino erhalten kann. Auch ein Azubiticket für den Nahverkehr kannst du damit kaufen. Ein Überblick über Vergünstigungen in der Region entsteht gerade unter www.fuer-freiwillige.de

Die meisten Freiwilligen beginnen ihr FSJ oder ihren BFD im Sommer oder Herbst. Bei uns ist aber ein Beginn zu jeder Zeit im Jahr möglich.

Zwei Wege sind möglich, um sich für ein FSJ oder einen BFD zu bewerben:

  1. Du kannst dich direkt bei uns bewerben. Das ist über unser Bewerbungsformular, per Post oder telefonisch möglich. Wir helfen dir dann bei der Suche nach einer passenden Einsatzstelle.
  2. Oder du bewirbst dich direkt bei einer unserer Einsatzstellen. Alle Einsatzstellen in deiner Nähe findest du in unserer Stellenbörse.

Die meisten Freiwilligen vereinbaren für ihr FSJ oder ihren BFD eine Dauer von zwölf Monaten. Ein Freiwilligendienst kann aber auch länger oder kürzer sein. Eine Dienstzeit zwischen sechs und 18 Monaten ist möglich.

Wir arbeiten mit über 700 sozialen Einrichtungen zusammen, in denen ein FSJ oder BFD möglich ist. Einsatzbereiche sind Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Behinderteneinrichtungen, Einrichtungen für Senioren, Kinder und Jugendliche. Über unsere Einsatzstellensuche können Sie nach Ihren Wünschen eine passende Einrichtung suchen.

Ein FSJ oder BFD kann oftmals auf das Praktikum zum Erwerb der Fachhochschulreife angerechnet werden. Die Bedingungen müssen individuell geprüft werden und werden in NRW in der „Praktikum-Ausbildungsordnung“ geregelt. Auch die Bezirksregierungen können Auskunft geben.

Die täglichen Fahrtkosten zur Einsatzstelle müssen Freiwillige selbst bezahlen. Manchmal Gibt es über die Einsatzstelle ein vergünstigtes Monatsticket (Jobticket). 
In jedem Fall bekommen Freiwillige in Bus und Bahn die gleichen Vergünstigungen wie Schüler*innen. Für ca. 62 Euro im Monat erhält man während des FSJ oder BFD das Azubiticket. Es gilt für den Nahverkehr im Raum des Westfalen-Tarifs oder des VRR-Tarifs. Mit einem Aufschlag von 20 Euro wird es zum NRW-Ticket. Das Azubiticket ist ab einer Dienstdauer von mindestens 12 Monaten erhältlich.

Wir sind der katholische Träger für Freiwilligendienste im NRW-Teil des Bistums Münster. Jede*r ist bei uns für ein FSJ oder einen BFD willkommen, egal welcher Kirchen- oder Religionszugehörigkeit.

Ein Anspruch der Eltern auf Kindergeld besteht auch im FSJ und BFD. Das Kindergeld wird weiterhin gezahlt.

Es besteht eine gesetzliche Versicherungspflicht, das heißt Freiwillige müssen sich bei einer gesetzlichen Krankenkasse ihrer Wahl versichern. Die Beiträge werden vollständig von der Einsatzstelle übernommen. Eine Familienversicherung ist im FSJ und BFD nicht möglich, kann aber nach dem Freiwilligendienst (z. B. bei einem weiteren Schulbesuch oder Studium) wiederaufgenommen werden.

Ein FSJ oder BFD beinhaltet folgende Leistungen:

  • Taschengeld und Zuschuss zur Verpflegung (zusammen 460 Euro)
  • Urlaub
  • Sozialversicherung
  • Weiterzahlung von Kindergeld und Waisenrente
  • Seminare 
  • Beratung und Begleitung in persönlichen und arbeitsbezogenen Fragen
  • Abschlusszertifikat und Zeugnis
     

Grundsätzlich ist eine Nebentätigkeit während des FSJ oder BFD möglich. Die Höchstarbeitszeitgrenzen des Arbeitszeitgesetzes müssen eingehalten werden. Das sind im Schnitt in der Woche 40 Stunden für unter 18jährige bzw. 48 Stunden für über 18jährigen. Die Nebentätigkeit muss von der Einsatzstelle genehmigt werden.

Die pädagogische Begleitung wird von uns (der FSD) durchgeführt. Wir planen und begleiten die Seminare und besuchen die Freiwilligen in der Einsatzstelle. Alle Freiwilligen haben eine feste Ansprechperson bei der FSD. Diese hilft bei allen privaten und beruflichen Fragen.
In der Einsatzstelle gibt es für jede*n eine Praxisanleitung, die bei der Arbeit als Ansprechperson da ist.

Ein Freiwilligendienst steht allen offen. Ein Schulabschluss oder Zeugnisse spielen keine Rolle. Ein Freiwilligendienst ist möglich, sobald die allgemeine Vollzeit-Schulpflicht erfüllt ist, also mindestens neun Jahre die Schule besucht wurde.

Ein 12-monatiger Jugendfreiwilligendienst wird mit 25 Bildungstagen begleitet. Diese finden in Form von Seminaren (5 mal 5 Tage) in einem Bildungshaus statt. Die Themen wählen die Gruppen selbst. Den meisten Freiwilligen ist der Austausch mit anderen Freiwilligen über die Erfahrungen aus den Einsatzstellen wichtig. Alle Termine und Infos zu den Seminaren erhalten die Freiwilligen und ihre Einsatzstellen vor Beginn des Dienstes. In den Seminarwochen sind Unterkunft und Verpflegung kostenlos. Die Fahrtkosten werden ebenfalls erstattet. Wie es im Seminar genau aussieht, ist hier zu sehen: Was passiert eigentlich im Seminar? 
Bei einem BFD für Erwachsene über 27 Jahren sind die Veranstaltungen überwiegend eintägig. Bei einem 12-monatigen Dienst finden 12 Bildungstage statt.

Wer am FSJ oder BFD teilnimmt, ist Mitglied in der gesetzlichen Renten-, Unfall-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Die gesamten Beiträge werden von der Einsatzstelle gezahlt.

Wer bei uns am FSJ oder BFD teilnimmt, erhält mindestens ein monatliches Taschengeld in Höhe von 410 Euro plus einen Zuschuss für Verpflegung von 50 Euro (ab 1.Juli 2021 gibt es ein Taschengeld von 425 Euro plus 50 Euro Verpflegungsgeld ) Bei Teilzeitarbeit wird die Höhe des Taschengeldes gekürzt.

Der Urlaubsanspruch wird in der FSJ- oder BFD-Vereinbarung festgelegt. Die Anzahl der Tage kann je nach Einsatzstelle unterschiedlich sein und richtet sich nach dem jeweiligen Arbeitstarif. In den meisten Einsatzstellen erhalten die Freiwilligen 30 Urlaubstage (bei einer 5-Tage-Woche und zwölf Monaten Dienstzeit). Während der Seminare kann kein Urlaub genommen werden. 

Du kannst deinen Freiwilligendienst auf insgesamt bis zu 18 Monate verlängern. Kläre mit deiner Einsatzstelle, ob du noch länger dort arbeiten kannst. Wenn ja, wird ein Antrag auf Verlängerung unterschrieben. 

Antrag auf Verlängerung FSJ
Antrag auf Verlängerung BFD

Im Rahmen deiner Verlängerung wirst du an weiteren Seminartagen teilnehmen. Du wirst rechtzeitig dazu eingeladen

In vielen pädagogischen Studiengängen und Pflegeberufen werden das FSJ und der BFD als Vorpraktikum anerkannt, wenn der Einsatz in ähnlichen Berufsfeldern erfolgte. Die Bestimmungen sind aber sehr verschieden. Ob der Freiwilligendienst speziell für Sie als Praktikum gezählt werden kann, sollten Sie direkt mit der Ausbildungsstelle oder der Hochschule klären.

Wer einen Anspruch auf Waisenrente (Halb- und Vollwaisenrente) hat, behält diesen auch weiterhin während des FSJ oder BFD. 

Die Beantragung von Wohngeld ist prinzipiell möglich. Ob die persönlichen Voraussetzungen für einen Wohngeldanspruch bestehen, sollte rechtzeitig vor Beginn des FSJ oder BFD mit der Wohngeldbehörde vor Ort geklärt werden.
Einige wenige Einsatzstellen bieten den Freiwilligen auch eine kostenlose Unterkunft an.