Gruppensprecher politisch unterwegs

Das Prinzip der Gruppensprecher in den Freiwilligendiensten hat sich bei der FSD im Bistum Münster schon vielfach bewährt. Zum einen vertreten die gewählten Sprecher ihre Seminargruppen gegenüber dem Träger. Sie sind Vermittler und Schlichter. Zum anderen sind sie auch Botschafter und vertreten ihren Freiwilligendienst nach außen. In diesem Sinne haben die Sprecher auch immer die Chance sich mit ihren Themen auf politischer Ebene einzubringen. Zuletzt geschah dies bei den Sprechertreffen in Berlin und Essen.

Bundeszentrales Sprechertreffen - Stark für Alltagshelden

Vom 18.-20. Februar fuhren zum bundeszentralen Sprechertreffen in Berlin die Gruppensprecher Saskia Lanitz, Linus Schwager und Oliver Wosnitzka. Hier kamen aus ganz Deutschland rund 30  Vertreter der katholischen Freiwilligendienste zusammen. Unter dem Motto „Sich einmischen um mitzumischen: Wir machen uns stark für Alltagshelden!“ statteten sie dem Bundestag einen Besuch ab und trafen dort die Abgeordneten Svenja Stadler (SPD) und Ingrid Pahlmann (CDU) zu Gespräch. Dabei versuchten die Sprecher vor allem die Politiker zu bewegen, sich mehr für die öffentliche Anerkennung von Freiwilligendiensten einzusetzen. Die MdB´s hörten zwar geduldig zu, machten aber auch immer wieder ihre Handlungsgrenzen deutlich. Die Sprecher nahmen aus den Gesprächen dennoch viel Motivation mit, um auf kommunaler Ebene politisch aktiv zu werden.

NRW-Sprechertreffen mit vielen Ideen

Einen Monat später fand am 17. März in Essen das 2. Treffen der Gruppensprecher von verschiedenen Trägern auf  NRW-Ebene statt. Neben u.a. den Freiwilligendiensten aus Köln und Essen oder dem DRK waren für die FSD Münster die Sprecher Christina Wilting, Lilith Mader, Sönke Westrup und Ullrich Theissen vor Ort. In einer Kreativwerkstatt entwickelten sie zusammen konkrete Ideen, um die Anliegen der Freiwilligen besser in der Öffentlichkeit zu platzieren. Dabei sehen sie vor allem bei der Anerkennungskultur in den Freiwilligendiensten Nachholbedarf. Vergünstigungen im ÖNV, mehr politisches Gehör und eine einheitliche Anerkennung des Dienstes für Studium und Ausbildung sind Themen, welche die Sprecher besonders bewegten.

(mlw)