Corona Informationen

Aktuelle Informationen zum Umgang mit dem Corona-Virus in Verbindung mit Freiwilligendiensten.

Die Situation rund um die Ausbreitung des Corona-Virus hat auch zahlreiche Folgen für Freiwilligendienste.

Seit dem 2. November werden alle Veranstaltungen und Seminare als digitale Veranstaltung angeboten. Dies gilt zunächst bis zum Ende des aktuellen Kursjahres. Auf diese Weise wollen wir besonders die Menschen in Ihren Einrichtungen schützen, die besonderen Schutz bedürfen. Entsprechende Informationen zur Teilnahme an den digitalen Seminaren erhalten Ihre Freiwilligen rechtzeitig von uns. Darüber, wie es im neuen Kursjahr weitergeht, werden wir rechtzeitig informieren.  

Einige Fragen rund um die Freiwilligendienste, die in diesen Tagen häufig auftreten, haben wir Ihnen auf dieser Seite zusammengefasst. Wir versuchen Sie hier so aktuell wie möglich auf dem Laufenden zu halten. Gerne können Sie uns auch anrufen 0251-3845020 oder uns eine E-Mail schreiben info(at)fsd-muenster.de.

Bund und Länder haben im Juni 2021 das gemeinsame Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ aufgelegt. Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sollen nach der langen Zeit der Einschränkungen während der Pandemie – neben der Kompensation schulischer Benachteiligungen und von Lernrückständen – Gelegenheiten zum sozialen Lernen und Erholungsangebote ermöglicht werden.

Für das FSJ liegt die operative Durchführung des Programms in Verantwortung des MKFFI. Das Programm beschreibt verschiedene Fördersäulen. Für das FSJ ist die Fördersäule 2 „Kinder und Jugendliche mit Freiwilligendienstleistenden und zusätzlicher Sozialarbeit an Schulen unterstützen und fördern“ relevant. Für diese Fördersäule stehen 68 Mio. Euro für die Haushaltsjahre 2021 und 2022 bereit. Möglich ist eine Förderung für die Ausweitung der FSJ-Plätze an Schulen oder in Einrichtungen der Jugendhilfe. Die Verteilung dieser Mittel erfolgt über die Kommunen.

Weitergehende Informationen zum Förderprogramm im FSJ finden Sie hier. 

Für den BFD ist es ebenfalls vorgesehen, zusätzlich Plätze anerkennen zu lassen. Hier soll das Verfahren deutlich erleichtert werden. Informationen dazu finden Sie hier.

Sollte Ihre Einsatzstelle Interesse an dieser Förderung haben, nehmen Sie in jedem Fall bitte auch Kontakt mit uns auf, damit wir Ihnen einen Seminarplatz bereitstellen können.

Häufig gestellte Fragen

In vielen Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe müssen Mitarbeiter*innen, Besucher*innen und Bewohner*innen regelmäßig auf das Covid19-Virus getestet werden. Dazu werden freiwillige Helfer*innen gesucht, die dabei unterstützen. Auch Freiwilligendienstleistende können sich für eine Unterstützung melden.

Sollte ein*e Freiwillige*r Ihrer Einrichtung sich dafür melden, gelten die in diesem Dokument aufgeführten Regelungen. 

Wichtig ist: Die Freiwilligen verbleiben in ihrem FSJ- oder BFD-Vertrag und die Einsatzstelle muss in diesen Einsatz einwilligen. Zudem muss die Frage der Versicherung geklärt werden.

Sollten Sie hier Beratungsbedarf haben, stehen wir für Rückfragen gerne zur Verfügung.

Für Freiwillige, die von ihrem Dienstende aufgrund der Corona-Pandemie besonders betroffen sind, ist es möglich, die Dienstzeit über die Dauer von 18 Monaten hinaus auf bis zu 24 Monate zu verlängern. 

Der Antrag für die Verlängerung darf frühestens 2 Monate vor Ablauf der 18 Monate gestellt werden.

Pro verlängertem Monat muss ein Seminartag geleistet werden

Sollte eine Verlängerung für Ihre*n Freiwilligen*n in Betracht kommen, füllen Sie dazu das entsprechende Formular aus.

Formular für FSJ.

Im BFD müssen zwei Formulare ausgefüllt werden: 

Formular Verlängerung aufgrund der Corona Pandemie und Formular Dienstzeitverlängerung 

Alles Weitere leiten wir dann gerne in die Wege.

Ausnahmsweise ist es für beide Dienste möglich, Freiwillige in anderen Bereichen einzusetzen als vertraglich vereinbart.

Folgende Voraussetzungen müssen dazu erfüllt sein:

·       Schriftliche Zustimmung der Freiwilligen

·       Schriftliche Zustimmung der EST

·       Sicherstellung der umfassenden Versicherung

·       im BFD Information an das Bundesamt durch die EST

·       Bescheinigung über Art und Dauer des erweiterten Einsatzbereiches

Für den BFD ist ein entsprechendes Formblatt auszufüllen, das in der Einsatzstelle verbleibt. Für das FSJ empfiehlt sich eine vergleichbare Dokumentation.

In jedem Fall muss auch die FSD informiert werden.  

Hierzu gibt es eine Aussage des Bundesamtes, die uns mit Schreiben am 16.03.2020 mitgeteilt wurde.

 

Darin heißt es:  

„Die Sicherheit der Freiwilligen hat oberste Priorität.

Dementsprechend muss die Einsatzstelle bzw. der Träger, am besten zusammen mit den Freiwilligen, eine Einschätzung der Gefahrenlage ggf. in Abstimmung mit den örtlichen Gesundheitsbehörden vornehmen. Ggf. sind alternative und ungefährliche Einsatzmöglichkeiten zu prüfen. Gegenüber Minderjährigen ist die Fürsorgepflicht in besonderer Weise zu beachten. Wenn der Dienst reduziert oder unterbrochen werden muss, ist die Gefährdungslage kurz zu dokumentieren.

Sofern sich eine Einsatzstelle für eine Reduzierung oder Unterbrechung des Dienstes entscheidet, z. B. weil die Einsatzstelle ihren Betrieb aufgrund behördlicher Auflagen oder eigener Entscheidungsbefugnis reduziert oder einstellt oder weil die Gesamtsituation ein Gefährdungspotential erkennen lässt, das die ordnungsgemäße Durchführung des Freiwilligendienstes oder die ordnungsgemäße Beschäftigung der Freiwilligen in Frage stellt, gilt der Freiwilligendienst dort als objektiv unmöglich im Sinne höherer Gewalt ähnlich wie bei einem Brandschaden, einem Hochwasser etc. Dasselbe gilt, wenn sich Freiwillige auf Grund behördlicher Infektionsschutzmaßnahmen in Quarantäne befinden.

Diese objektive Unmöglichkeit durch höhere Gewalt ist nicht von den Freiwilligen zu verantworten, ihnen kann deshalb auch nicht zugemutet werden, den ausgefallenen Dienst anderntags nachzuholen oder für die zwangsweise Freistellung Urlaub zu nehmen. Im Falle der objektiven Unmöglichkeit des Freiwilligendienstes durch höhere Gewalt laufen die Zahlungen des Bundes für Taschengeld und Sozialversicherung so weiter, als ob der Dienst regulär abgeleistet würde.“

Es kann nicht pauschal gesagt werden, ob Freiwillige weiter wie gewohnt ihrer Tätigkeit nachgehen können oder nicht. Hier ist jeweils im Einzelfall die Lage zu beurteilen. Wenn Sie unsicher sind, helfen wir Ihnen gerne weiter. Nehmen Sie auch hier Kontakt zu uns auf.

Seminare, die aufgrund der Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus durch die FSD abgesagt wurden, müssen nicht nachgeholt werden. Sie gelten als entschuldigt.

Ab Juni werden die Seminare digital durchgeführt. Die Freiwilligen erhalten alle entsprechenden Informationen zur Teilnahme rechtzeitig von der FSD. Für die Teilnahme an den Online-Seminaren sind die Freiwilligen vom Dienst in der Einsatzstelle freizustellen.

Die ab August beginnenden Einführungsseminar werden als Kombi-Lösung aus Präsenz- und Online-Veranstaltungen durchgeführt. Sollte aus Sorge um der Ihrer Einrichtung anvertrauten Menschen etwas dagegen sprechen, dass Ihre Freiwilligen an Präsenzveranstaltungen teilnehmen, zögern Sie nicht uns anzusprechen

Aktuell ist es für ausländische Freiwillige kaum möglich, nach Deutschland einzureisen. Die aktuelle Corona-Reiseverordnung sieht zudem eine 14-tägige Quarantäne für Einreisende fast aller Länder außerhalb des EU-Auslands vor. Sollten Ihnen Bewerbungen aus dem EU-Ausland vorliegen, besprechen wir gerne gemeinsam mit Ihnen, was möglich ist.

Aktuelle Informationen erhalten Sie zudem beim Auswärtigen Amt. 

Ausländische Freiwillige, die bereits in Deutschland sind, können ihren Dienst unkompliziert verlängern. Ausnahmsweise auch über die Höchstdauer von 18 Monaten hinaus. Die Verlängerungen sind ab einem Monat möglich.

In Absprache mit der Bundesebene besteht trotz des Corona-Virus weiterhin die Masernschutzimpfpflicht und auch die Verpflichtung der Freiwilligen zur ärztliche Eingangsuntersuchung zum Dienstbeginn,

auch wenn das Aufsuchen einer Arztpraxis schwierig sein kann. Für die Aufnahme eines Freiwilligendienstes sind die Regelungen dazu verbindlich.

Wir bitten unsere Einrichtungen, ihre Freiwilligen darin zu unterstützen einen Termin in einer Arztpraxis für die Untersuchung und Impfung zu erhalten.

Letztendlich ist es Ihre Pflicht als Arbeitgeber die notwendigen Untersuchungen und Impfungen vor Einstellung zu veranlassen.  

Sofern ein Termin in einer Arztpraxis aufgrund der aktuellen Situation nicht möglich ist besteht die Möglichkeit sich an das zuständige Gesundheitsamt wenden.

Laut Aussage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales ist dies möglich. Freiwillige zahlen in die Arbeitslosenversicherung ein, also haben sie auch Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Im BFD ist allerdings die Herausforderung, dass die Einsatzstelle vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Angelegenheiten (BAFzA) einen Zuschuss zu Taschengeld und Sozialversicherung erhält. Dieser müsste bei der Berechnung der Kurzarbeitergeldes berücksichtigt werden. Eine Doppelförderung ist ausgeschlossen.

Im FSJ gibt es diesen Zuschuss nicht.