Aktuelle Informationen im Umgang mit dem Corona-Virus

Die Situation rund um die Ausbreitung des Corona-Virus hat auch zahlreiche Folgen für Freiwilligendienste.

Bis zum 31. Mai wurden alle Präsenzveranstaltungen und Seminar abgesagt. Ab Juni wird die FSD die Seminarwochen vorerst als digitale Veranstaltungen anbieten. Auf diese Weise wollen wir besonders die Menschen in Ihren Einrichtungen schützen, die besonderen Schutz bedürfen. Entsprechende Informationen zur Teilnahme an den digitalen Seminaren erhalten Ihre Freiwilligen rechtzeitig von uns. 

Einige Fragen rund um die Freiwilligendienste, die in diesen Tagen häufig auftreten, haben wir Ihnen hier zusammengefasst. Wir versuchen Sie hier so aktuell wie möglich zu informieren. Gerne können Sie uns auch anrufen 0251-3845020 oder uns eine E-Mail schreiben info@fsd-muenster.de

Wir sind von montags bis freitags zu den üblichen Öffnungszeiten erreichbar. Der Publikumsverkehr in der Geschäftsstelle ist vorerst eingestellt.



Häufig gestellte Fragen

Verlängerungen im FSJ und BFD über 18 Monate hinaus

Für Freiwillige, die von ihrem Dienstende aufgrund der Corona-Pandemie besonders betroffen sind, ist es möglich, die Dienstzeit über die Dauer von 18 Monaten hinaus auf bis zu 24 Monate zu verlängern. 

Der Antrag für die Verlängerung darf frühestens 2 Monate vor Ablauf der 18 Monate gestellt werden.

Pro verlängertem Monat muss ein Seminartag geleistet werden

Sollte eine Verlängerung für Ihre*n Freiwilligen*n in Betracht kommen, füllen Sie dazu das entsprechende Formular aus.

Formular für FSJ.

Im BFD müssen zwei Formulare ausgefüllt werden: 

Formular Verlängerung aufgrund der Corona Pandemie und Formular Dienstzeitverlängerung 

Alles Weitere leiten wir dann gerne in die Wege.

Ein*e Freiwillige*r soll vorübergehend in einem anderen Einsatzfeld eingesetzt werden, da das eigentliche Feld geschlossen ist (nicht aufgrund eines akuten Corona-Falls)

Ausnahmsweise ist es für beide Dienste möglich, Freiwillige in anderen Bereichen einzusetzen als vertraglich vereinbart.

Folgende Voraussetzungen müssen dazu erfüllt sein:

·       Schriftliche Zustimmung der Freiwilligen

·       Schriftliche Zustimmung der EST

·       Sicherstellung der umfassenden Versicherung

·       im BFD Information an das Bundesamt durch die EST

·       Bescheinigung über Art und Dauer des erweiterten Einsatzbereiches

Für den BFD ist ein entsprechendes Formblatt auszufüllen, das in der Einsatzstelle verbleibt. Für das FSJ empfiehlt sich eine vergleichbare Dokumentation.

In jedem Fall muss auch die FSD informiert werden.  

Wie dürfen die Freiwilligen in der Einsatzstelle eingesetzt werden?

Hierzu gibt es eine Aussage des Bundesamtes, die uns mit Schreiben am 16.03.2020 mitgeteilt wurde.

 

Darin heißt es:  

„Die Sicherheit der Freiwilligen hat oberste Priorität.

Dementsprechend muss die Einsatzstelle bzw. der Träger, am besten zusammen mit den Freiwilligen, eine Einschätzung der Gefahrenlage ggf. in Abstimmung mit den örtlichen Gesundheitsbehörden vornehmen. Ggf. sind alternative und ungefährliche Einsatzmöglichkeiten zu prüfen. Gegenüber Minderjährigen ist die Fürsorgepflicht in besonderer Weise zu beachten. Wenn der Dienst reduziert oder unterbrochen werden muss, ist die Gefährdungslage kurz zu dokumentieren.

 

Sofern sich eine Einsatzstelle für eine Reduzierung oder Unterbrechung des Dienstes entscheidet, z. B. weil die Einsatzstelle ihren Betrieb aufgrund behördlicher Auflagen oder eigener Entscheidungsbefugnis reduziert oder einstellt oder weil die Gesamtsituation ein Gefährdungspotential erkennen lässt, das die ordnungsgemäße Durchführung des Freiwilligendienstes oder die ordnungsgemäße Beschäftigung der Freiwilligen in Frage stellt, gilt der Freiwilligendienst dort als objektiv unmöglich im Sinne höherer Gewalt ähnlich wie bei einem Brandschaden, einem Hochwasser etc. Dasselbe gilt, wenn sich Freiwillige auf Grund behördlicher Infektionsschutzmaßnahmen in Quarantäne befinden.


Diese objektive Unmöglichkeit durch höhere Gewalt ist nicht von den Freiwilligen zu verantworten, ihnen kann deshalb auch nicht zugemutet werden, den ausgefallenen Dienst anderntags nachzuholen oder für die zwangsweise Freistellung Urlaub zu nehmen. Im Falle der objektiven Unmöglichkeit des Freiwilligendienstes durch höhere Gewalt laufen die Zahlungen des Bundes für Taschengeld und Sozialversicherung so weiter, als ob der Dienst regulär abgeleistet würde.“

 

Es kann nicht pauschal gesagt werden, ob Freiwillige weiter wie gewohnt ihrer Tätigkeit nachgehen können oder nicht. Hier ist jeweils im Einzelfall die Lage zu beurteilen. Wenn Sie unsicher sind, helfen wir Ihnen gerne weiter. Nehmen Sie auch hier Kontakt zu uns auf.

Müssen ausgefallene Seminartage nachgeholt werden?

Seminare, die aufgrund der Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus durch die FSD abgesagt wurden, müssen nicht nachgeholt werden. Sie gelten als entschuldigt.

Ab Juni werden die Seminare digital durchgeführt. Die Freiwilligen erhalten alle entsprechenden Informationen zur Teilnahme rechtzeitig von der FSD. Für die Teilnahme an den Online-Seminaren sind die Freiwilligen vom Dienst in der Einsatzstelle freizustellen.

Zum Umgang mit ausgefallenen Seminartagen verweisen wir auf das Schreiben des Bundesamtes vom 03.03.2020.

Wie ist mit Bewerbungen für einen Freiwilligendienst aus dem Ausland zu verfahren?

Am 17.03.2020 hat die Bundeskanzlerin verkündet, dass die Außengrenzen der EU vorerst geschlossen werden und nur noch EU-Bürger*innen einreisen dürfen. Somit ist es vorerst nicht realistisch, dass ausländische Freiwillige ein Visum erhalten und einreisen können. Aktuell gehen wir nicht davon aus, dass sich vor Sommer an dieser Situation etwas ändern wird.

Ausländische Freiwillige, die bereits in Deutschland sind, können ihren Dienst unkompliziert verlängern. Ausnahmsweise auch über die Höchstdauer von 18 Monaten hinaus. Die Verlängerungen sind ab einem Monat möglich.

Coronavirus und Masernimpfschutzpflicht, ärztliche Eingangsuntersuchung zum Dienstbeginn

In Absprache mit der Bundesebene besteht trotz des Corona-Virus weiterhin die Masernschutzimpfpflicht und auch die Verpflichtung der Freiwilligen zur ärztliche Eingangsuntersuchung zum Dienstbeginn,

auch wenn das Aufsuchen einer Arztpraxis schwierig sein kann. Für die Aufnahme eines Freiwilligendienstes sind die Regelungen dazu verbindlich.

Wir bitten unsere Einrichtungen, ihre Freiwilligen darin zu unterstützen einen Termin in einer Arztpraxis für die Untersuchung und Impfung zu erhalten.

Letztendlich ist es Ihre Pflicht als Arbeitgeber die notwendigen Untersuchungen und Impfungen vor Einstellung zu veranlassen.  

Sofern ein Termin in einer Arztpraxis aufgrund der aktuellen Situation nicht möglich ist besteht die Möglichkeit sich an das zuständige Gesundheitsamt wenden.

Kann für Freiwillige vergleichbar wie zu anderen Beschäftigten Kurzarbeitergeld beantragt werden?

Laut Aussage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales ist dies möglich. Freiwillige zahlen in die Arbeitslosenversicherung ein, also haben sie auch Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Im BFD ist allerdings die Herausforderung, dass die Einsatzstelle vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Angelegenheiten (BAFzA) einen Zuschuss zu Taschengeld und Sozialversicherung erhält. Dieser müsste bei der Berechnung der Kurzarbeitergeldes berücksichtigt werden. Eine Doppelförderung ist ausgeschlossen.

Im FSJ gibt es diesen Zuschuss nicht.

Wir sind für Sie erreichbar!

Wir sind nach wie vor telefonisch unter 0251 384502-0 und per Mail info@fsd-muenster.de für Sie erreichbar. Melden Sie sich gerne, wenn Sie Fragen oder ein sonstiges Anliegen haben.