Josef Lütkehermölle

Katholische Studierenden Jugend (KSJ)

Hallo mein Name ist Josef Lütkehermölle,

ich mache dieses Jahr mein Freiwilliges Soziales Jahr, bei einem Kinder- und Jugendverband, der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ). Mein FSJ habe ich im September 2013 begonnen. Seit dem ist sehr viel passiert und ich habe viel gelernt und gesehen. Aber zurück zum Anfang.

Das ich ein FSJ mache kam folgendermaßen. Nach der Schule war mir schon klar, das Ich gerne später im sozialen Bereich arbeiten würde. Doch welchen Studiengang studieren? Die Auswahl war doch größer als gedacht. Daher hatte Ich die Idee, mir ein Jahr Zeit zu lassen und in dieser Zeit einfach mir den Beruf des Bildungsreferents aus der Nähe anschauen. Und so begann mein FSJ im Diözesanbüro der KSJ Diözesanverband Münster.

Als Freiwilliger im Diözesanbüro, habe ich sehr unterschiedliche Arbeitsbereiche. Ich werde von Freunden immer wieder gefragt:„ Was machst du da eigentlich?“ Das zu erklären, fällt mir manchmal echt schwer. Ich fange dann immer damit an, dass ich erkläre, das Ich zu 60-70% Sekretär bin und zu 30-40% im pädagogischen Bereich arbeite.

Im Sekretär Bereich sind meine Aufgaben relativ viele. Ich bin morgens der Erste der in das Büro kommt und sortiere daher die Post und verteile sie. Danach mach ich das gleiche mit den E-Mails, die auf unsere Büro E-Mail Adresse gelangt sind. Ansonsten helfe ich meiner Chefin bei der Abrechnung von Veranstaltungen, schreibe Protokolle, gehe zur Post und kümmere mich um das pädagogische Material, das unsere Teams benutzen. Es gibt natürlich noch viel mehr Aufgaben hier im Büro, aber das sollte als Überblick genügen. Mein Lieblingstag in einer normalen Bürowoche ist der Mittwoch. Dort gehen wir von der KSJ zusammen mit dem Büro der KjG auf den Wochenmarkt in Münster und Essen da zu Mittag. Diese kleine aber feine Tradition habe ich sehr lieb gewonnen, weil immer wieder andere Personen mit auf den Markt kommen, so kommt es immer zu netten Gesprächen und einem tollen Austausch.

In meinem pädagogischen Bereich, arbeite ich bei den diversen pädagogischen Teams der KSJ mit. Es gibt dort ein erlebnispädagogisches Team, ein Team das sich mit der Prävention von Cybermobbing beschäftigt, ein Team das sich mit Entspannungstagen für Klassen beschäftigt, aber auch Projektwochen zum Thema Glauben in der Jugendkirche Effata anbietet und es gibt das Team für Tage religiöser Orientierung. Da mich der pädagogische Bereich sehr interessiert, war mein Ziel von Anfang an bei allen Teams zumindest einmal hospitiert zu haben. Bis jetzt habe Ich viel beim Team für die Prävention von Cybermobbing und für Tage religiöser Orientierung pädagogische Erfahrung sammeln können. Es war ein super Erlebnis auch mal in andere pädagogische Arbeiten einzutauchen, denn bisher kannte ich nur die Arbeit der Gruppenleiterausbildung, die ich selber durchlaufen hatte. Ich habe viel Neues gelernt, Methoden mit entwickelt und ganz neue kennen gelernt. Was mich aber am meisten fasziniert hat, ist das was hinter dem Konzept steht, nämlich die Themenzentrierte Interaktion (TZI). Wir haben eine Fortbildung von der Arbeit zu diesem Thema aus besucht, in der mir klar wurde, wie man eine gute Kursatmosphäre schaffen kann und wie man eine Gruppe gut leitet. Das ist Wissen, welches mich mein Leben lang bereichern wird.

Auch in die Teams, in die ich bis jetzt noch nicht geschaut habe, werde ich noch hineinschauen. Darauf freue ich mich schon sehr darauf.

In meinem FSJ mach ich auch ein eigenes Projekt. Ich habe dafür Kontakt mit einem Schülercafé der KSJ aufgenommen. Dort werde ich zusammen mit der Sozialarbeiterin ein Projekt zum Thema Selbstbehauptung für Mädchen am nahe gelegenen Gymnasium durchführen. Mein Interesse für dieses Thema liegt meinem Hobby Karate zugrunde. Dort habe ich früher schon Kinder trainiert, und mir Gedanken gemacht, was realistische Selbstverteidigungstechniken für Kinder darstellen. Durch den Austausch mit der Sozialarbeiterin werde ich aber sicherlich im Bereich Selbstbehauptung noch sehr viel lernen.

Wenn ich vom jetzigen Zeitpunkt auf mein FSJ zurückblicke, muss ich sagen: Ich würde es immer wieder machen. Ich kann jedem der sich noch nicht sicher ist, was er machen will, nur empfehlen ein dieses Jahr zu machen. Selbst wenn man später nicht im sozialen Bereich arbeiten will, kann man sehr viel für das Leben lernen. Einige haben mir auch gesagt, ich würde ein Jahr verschwenden. Das ist meiner Meinung nach Blödsinn! Ich werde später noch lange genug arbeiten, außerdem zahle ich jetzt schon in meine Rentenkasse ein, das hat von den Menschen, die mir das gesagt haben noch keiner getan! Also ein super Fazit von meiner Seite, und nochmal der Appell an alle, gebt euch einen Ruck, wenn ihr noch unentschlossen seid,  ihr werdet davon profitieren, ein Jahr etwas für andere getan zu haben.