Bundesfreiwilligendienst

Seit 2011 gibt es neben dem Jugendfreiwilligendienst Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) einen neuen staatlichen Bundesfreiwilligendienst (BFD)

Er wurde mit der Aussetzung des Wehr- und Zivildienstes am 1. Juli 2011 eingeführt. Das Neue an diesem Dienst ist, dass er für alle Generationen möglich ist. Der BFD ist auch ein Jugendfreiwilligendienst von 16-27 Jahren, darüber hinaus auch geöffnet für Frauen und Männer über 27 Jahren (BFD Ü27).

Mit dem BFD wurde das Angebot der gesetzlich geregelten Freiwilligendienste um 100 % erweitert. Neben 35.000 geförderten Plätzen im Jugendfreiwilligendienst FSJ/FÖJ und den Internationalen Diensten gibt es zusätzlich 35.000 geförderte Plätze im BFD in ganz Deutschland.

Die Durchführung und Anerkennung des Bundesfreiwilligendienstes ist an die Rahmenbedingungen geknüpft, die im Bundesfreiwilligendienstgesetz vom 28. April 2011 beschrieben werden.

Im BFD gibt es keine anerkannten Träger wie im FSJ. Die BFD-Vereinbarung wird zwischen dem Freiwilligen und dem Bundesamt für Familien und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) geschlossen. Die Einsatzstelle und eine zuständige regionale „Organisationseinheit“ müssen ebenfalls mit der Durchführung des Dienstes einverstanden sein. Die „regionale Organisationseinheit“ für den BFD im nordrhein-westfälischen Teil des Bistums Münster sind die Freiwilligen Sozialen Dienste Bistum Münster, die FSD gGmbH.

Damit hat der staatliche BFD eine andere Rechtsgrundlage als das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), in dem der FSJ-Träger, die Einsatzstelle und der/die Freiwillige direkt eine Vereinbarung schließen und den Dienst nach eigenen Qualitätsstandards durchführen können.

Der Bundesfreiwilligendienst für die Altersgruppe 16-26 Jahre wird wie das FSJ ganztägig als überwiegend praktische Hilfstätigkeit in gemeinwohlorientierten Einrichtungen geleistet. Ab 27 Jahren (Ü27) ist der Dienst auch in Teilzeit möglich. Mögliche Einsatzgebiete sind Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, einschließlich der Einrichtungen für außerschulische Jugendbildung und für Jugendarbeit, Einrichtungen der Wohlfahrts-, Gesundheits- und Altenpflege, der Behindertenhilfe, der Kultur und Denkmalpflege, des Sports, der Integration, des Zivil- und Katastrophenschutzes und in Einrichtungen, die im Bereich des Umweltschutzes einschließlich des Naturschutzes und der Bildung zur Nachhaltigkeit tätig sind. In unserer Zuständigkeit gibt es Einsatzbereiche im nordrhein-westfälischen Teil des Bistums Münster.

Auch der Bundesfreiwilligendienst wird pädagogisch begleitet mit dem Ziel, soziale, ökologische, kulturelle und interkulturelle Kompetenzen zu vermitteln und das Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl zu stärken. Die begleitende Seminararbeit liegt in der Verantwortung der FSD Bistum Münster gGmbH und wird durchgeführt von PädagogInnen der Jugendbildungsstätten im Bistum Münster.

  • Die Dauer des BFD liegt zwischen sechs und 18 Monaten
  • BFD-Freiwillige von 16-26 Jahren haben eine Vollzeitbeschäftigung
  • BFD-Freiwillige ab 27 Jahre können den Dienst auch in Teilzeit absolvieren (über 20 Stunden in der Woche)
  • Begleitet wird der Bundesfreiwilligendienst durch Seminare
  • Die Gesamtdauer der Seminare für 16-26-jährige Freiwillige beträgt bei einer 12-monatigen Teilnahme am Bundesfreiwilligendienst mindestens 25 Tage (5 x 5 Tage). Vier Seminarwochen werden in Zuständigkeit der Freiwilligen Sozialen Dienste im Bistum Münster (FSD gGmbH) durchgeführt und eine Seminarwoche von einem staatlichen Bildungszentrum zum Thema „politische Bildung“
  • Freiwillige ab dem 27. Lebensjahr nehmen pro Monat an einem Bildungstag teil.

Florian

Die Verantwortung, die ich übernehmen durfte, die medizinische Behandlung der Patienten die mir anvertraut wurde und der respektvolle und freundschaftliche Umgang mit mir waren Fixpunkte für mich, an denen man sich auch in schwierigen Situationen aufrichten konnte. 

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